Samstag, 5. Januar 2013

ich wünsche dir.



wünsche. große, kleine. dicke, dünne. wir sitzen bei einem glas wein und ich frage dich, was denn deine wünsche so sind. für dich, für deine beziehung. und dann sagst du diese sätze, die mich nicht mehr loslassen. die mir im kopf rumspuken und jetzt aufgeschrieben werden: eigentlich wünschst du dir gar nichts so richtig, sagst du. weil du irgendwann beschlossen hast, dass das leben ohne wünsche leichter sei. ohne wünsche sei man weniger enttäuscht. dann konzentriere man sich auf das, was ist und nicht, was sein könnte.

und jetzt sitze ich hier, deine sätze in meinem kopf und meine wünsche in meinem herzen. hast du vielleicht recht? sollte man sich von seinen wünschen und vorstellungen vom leben verabschieden? macht es das leichter?

vielleicht ist es so, dass wünsche die realen dinge oft kleiner erscheinen lassen als sie sind. in wünschen ist alles immer glänzend und bunt und wunderschön und harmonisch. im vergleich erscheint die realität dann wenig spektakulär. ja, wünsche machen vieles kleiner, weniger bunt und leiser als sie es vielleicht ohne sie wären.
aber wenn ich nicht mehr wünsche, nicht mehr träume: was treibt mich dann noch an? warum sollte ich dann noch dinge tun, dinge voranbringen? wünsche sind unbenommen oft der auslöser dafür, unzufrieden zu sein. unzufrieden mit dem, was man hat. mit dem, was man ist. mit dem, was einen umgibt. wünsche sind immer mehr, anders und schöner als das, was man schon hat. aber ich kann mich nicht gegen sie verwehren. sie sind da. einfach so.
ich wünsche mir, dass sich meine wünsche und meine realität an der hand nehmen. dass sie sich aneinander festhalten. dass sie sich respektieren und lieben. funkeln und glitzern. leuchten und strahlen. dass sie beide nebeneinander bestehen.


wishes.big ones, small ones. thick and thin ones. we sit with a glass of wine and I'm asking what you wish for. for yourself, for your relationship. and then you say these words, which do not let me go anymore. they are in my head and now they will be written down: actually you wish for nothing really, you say. because you have at some point decided that it was easier to live without wishes. if you have no wishes you will be less disappointed. then you concentrate on what is and not on what could be.

and now here I sit, your principles in my head and my wishes in my heart. maybe you are right? should you say goodbye to all your wishes and ideas? will it makes it easier?

perhaps it is so that wishes make the real things appear smaller than they are. in your wishes everything is always shiny and colorful and beautiful and harmonious. in comparison, the reality appears less spectacular. yes, wishes make many things smaller, less colorful and quieter than they might be without them.
 

but if I do not have wishes and dreams anymore: what drives me to go on? why should I do things? wishes are for sure often the trigger for feeling unsatisfied. dissatisfied with what you have. with what you are. with what surrounds you. wishes are always different and better than what you already have. but I can not deny them. they are there. just like that.

I hope that my wish and my reality will take each others hand. that they cling together. that they respect and love each other. glisten and sparkle. glow and shine. that they both co-exist.



  


Kommentare:

  1. Liebe Yasmin,
    Dir auch noch ein glückliches neues Jahr!
    Alles liebe
    Yvonne

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  2. bild und text
    - wunderschön!

    alles liebe für 2013!
    ___

    ti

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  3. @yvonne & @ti: ein glückliches 2013! auf dass viele eurer wünsche in erfüllung gehen...

    yasmin

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